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Kurien

Es gibt folgende Kurien

Kurie Denkmalschutz, -pflege und -forschung

Die Kurie der Denkmalschutz, - pflege und -forschung bildet im Verband die kleinste Mitgliedergruppe. Dabei sind es gerade Themen aus diesem Bereich, die in der Öffentlichkeit am Intensivsten diskutiert werden. Wie bereits unsere VorgängerInnen feststellten, existieren eine Vielzahl an Herausforderungen, die noch immer Aktualität besitzen und bereits seit Jahren, zum Teil Jahrzehnten, bestehen:

Denkmalpflegerische Überlegungen betreffen meist nicht nur ein allgemeines Gefühl historischer oder ästhetischer Natur, sondern haben vielfach bei EigentümerInnen von Denkmalen direkten Einfluss auf deren Leben. Die Denkmalpflege wirkt also nicht nur auf unser gebautes Umfeld ein, sie findet in unserer unmittelbaren Lebensrealität statt. Daher ist uns neben der direkten Ansprache unserer kunsthistorischen KollegInnen an einer breiteren Öffentlichkeitsarbeit gelegen. Es sollen aber nicht einfach tagesaktuelle Kommentare abgegeben werden, sondern anhand von Texten, Tagungen und Exkursionen zu positiv be- oder umgesetzten Projekten das Verständnis für die Belange, Ideen und Ziele der Kurie erörtert und verständlich gemacht werden. Darüber hinaus gehört selbstverständlich die Vernetzung der KunsthistorikerInnen in der Denkmalpflege Österreichs aber auch auf internationaler Ebene zu unseren Aufgaben. Eine Stärkung der Kurie, im Sinne eines Zugewinns an Mitgliedern, ist somit sicher ein wesentlicher Punkt unserer Arbeit. Dabei muss gerade mit Blick auf die Zukunft des Verbands berücksichtigt werden, dass in der Denkmalpflege und -forschung eine interdisziplinäre Vor- als auch Herangehensweise bei der Tätigkeit impliziert ist und deshalb viele KollegInnen aus anderen wissenschaftlichen Disziplinen, wie der Architektur, Restaurierung, Archäologie etc. tätig sind.

Weiters ist zu betonen: Die Erhaltung, Erschließung und der Schutz des beweglichen als auch unbeweglichen kulturellen Erbes in seiner Substanz kann als gesellschaftliche Herausforderung betrachtet werden. Somit ist für uns auch der Kontakt zu anderen Vereinen und Initiativen ebenso wie der Wirtschaft (Baugewerbe oder Kunsthandel) sowie den politischen Akteuren bedeutsam.

Nina Harm, Daniel Resch

 

Kurie freie Berufe, Selbstständige und andere Tätigkeitsfelder

Die inhaltlichen Tätigkeitsfelder der KunsthistorikerInnen in dieser Kurie und damit auch die Interessen der Mitglieder sind divers, doch genau darin kann die Chance einer anregenden Vernetzung liegen. Uns eint, dass wir keiner Institution untergeordnet sind. Doch dürfte gerade deshalb in dieser Kurie der Bedarf an Vernetzung am größten sein: Der innerhalb einer Institution stattfindende natürliche Austausch muss bewusst eingeholt werden. Die Veranstaltungen des VöKK sollen also nicht nur als interessant angesehen, sondern auch in Hinblick der bewussten Vernetzung gedacht werden. In diesem Bewusstsein freuen wir uns auf einenregen Austausch in den nächsten zwei Jahren.

Anna Attems, Alice Hoppe-Harnoncourt

 

Kurie Museen, Ausstellungswesen und Sammlungen

Unser Berufsfeld bildet eine multiple Schnittstelle zwischen der Ausübung des Sammelns, Bewahrens und Forschens und der gesellschaftlichen Verpflichtung durch Ausstellen, Vermitteln und Bilden. Reflektierte Auseinandersetzungen mit der aktuellen Sammlungs- und Ausstellungspolitik und mit neuen Medien und Digitalisierungsstrategien betreffen uns beispielsweise genauso wie kulturpolitische Entscheidungen, Budgetverhandlungen und (arbeits-) rechtliche Rahmenbedingungen.

Die Kurie soll ihren Mitgliedern eine Plattform zur österreichweiten Vernetzung bieten. Ebenso soll sie als ein offenes Plenum für Diskussionen, Ideen, Projekten und kollegialer Hilfestellung dienen, sowie als kritische Stimme zu aktuellen kulturpolitischen Themen fungieren. Darüber hinaus möchten wir ein anregendes und bereicherndes Veranstaltungsprogramm bieten.

Bettina Buchendorfer, Sofie Wünsch

Kurie Studierende

Die Studierenden aller österreichischen Kunstgeschichte-Institute sind nicht nur die größte, sondern sicherlich auch die vielfältigste Gruppe in unserem Verband. Dieser Vielstimmigkeit möchten wir Ausdruck verschaffen und durch unsere Verortung an zwei unterschiedlichen Universitäten (Wien und Innsbruck) auch den Dialog zwischen den Studierenden der verschiedenen Bundesländer stärken.

Erneut soll auch das Kunst:Wollen Festival, dieses Jahr mit etlichen neuen Teammitgliedern, kunstinteressierten Studierenden die Möglichkeit bieten, neben einem abwechslungsreichen Programm auch den VÖKK näher kennenzulernen.  Wir freuen uns bereits auf eine produktive Zusammenarbeit mit den Kurien und dem neuen Vorstand.

Martha Horvath, Katharina Pohler

 

Kurie Universität und Forschungseinrichtungen

Als Vertreter_innen der Kurie für Universität und Forschungseinrichtungen ist es uns besonders wichtig den Austausch zwischen Kunsthistoriker_innen im Kulturraum Österreich lebendig zu gestalten. Dazu ist es notwendig, das Netzwerk des VÖKK stetig generationsübergreifend und auch auf internationaler Ebene auszubauen, den Blick auf die großen aktuellen Fragestellungen und Herausforderungen unserer Zeit zu richten. Zu diesen zählen: Wie kann die Kunstgeschichte die gesellschaftliche Debatte zu Kunst, Kultur und Identität aktiv mitgestalten? Wie kann die Qualität der kunsthistorischen Forschung im Angesicht der von der Wirtschaft als Modell des Fortschritts postulierten Produktivität garantiert werden? Wie verändert sich der Zugang zu den Objekten durch die Digitalisierung? Die Kurie für Universität und Forschungseinrichtungen möchte für diese und viele andere Fragen einen Raum für Debatten und Austausch bieten.

Suzanne Compagnon, Stefan Albl